Socke & Schuss - Mit herzenslust bis in die Puppen!

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Noppen beim Poppen:
Feigwarzen (HPV)

Wie erkenne ich Feigwarzen?

Feigwarzen wachsen meistens am Übergang von Haut zu Schleimhaut, z. B. am Hintern, im Enddarm, in der Harnröhrenöffnung, auf Eichel und Vorhaut, manchmal auch weiter unten am Schwanzschaft. Die hautfarbenen Knoten oder Knubbel sind meist stecknadelkopfgroß, können aber auch größer werden, blumenkohlartig aussehen oder zu ganzen „Warzen-Teppichen“ zusammenwachsen („Arsch- flokati“). Wenn der Enddarm betroffen ist, fallen einzelne kleinere Feigwarzen meist gar nicht auf, da sie selbst keine Schmerzen verursachen

Was ist der Unterschied zwischen HPV und Feigwarzen?

Fast alle Warzen beim Menschen werden von HumanenPapilloma-Viren (Warzenviren des Menschen; Abkürzung: HPV) verursacht. Von HPV gibt es über 100 Typen, von denen nur einige für die Entstehung von Feigwarzen verantwortlich sind. Andere HPV-Typen (so genannte HighRisk-Typen) können zu Veränderungen von Haut- oder Schleimhautzellen führen, die sich über Jahre zu bösartigen Zellwucherungen entwickeln und dann Krebs auslösen können (z. B Analkrebs). Feigwarzen (Kondylome) sind aber in der Regel „gutartig“, da sie von sogenannten Low-Risk-HPV-Typen ausgelöst werden: Das Risiko, das aus ihnen Krebs entsteht ist deutlich geringer.

Wie steckt man sich an?

Mit HPV kann man sich sehr leicht anstecken. Die Übertragung erfolgt über Hautschuppen (in die sich die Viren eingenistet haben) und fast ausnahmslos bei direktem Körperkontakt, vor allem beim Sex. Wer sich am Schwanz oder Hintern rasiert, bietet den Viren mehr Angriffsfläche: Kleine und kleinste Hautverletzungen erleichtern es den Viren nämlich in den Körper einzudringen. Auch Piercings begünstigen eine Infektion. Mit der Zahl der Sexpartner steigt das Ansteckungsrisiko. Nicht immer kommt es nach einer Ansteckung auch zu Symptomen: Bis zum Auftreten von Feigwarzen können Wochen, Monate oder Jahre vergehen. Häufig schafft es der Körper auch, die Erreger wieder quitt zu werden.

Wie kann ich mich schützen?

Kondome helfen leider wenig, denn Warzenviren werden auch durch Hände, Dildos oder Hautkontakte übertragen. Für Frauen gibt es eine Impfung, die auch vor den HPVTypen schützt, die Feigwarzen verursachen. Manche Ärzte empfehlen sie auch für schwule Männer (zum Selberzahlen; die Kosten für drei Teilimpfungen belaufen sich auf etwa 500,- €). Sinnvoll ist diese allerdings nur, wenn man noch nie oder äußerst selten Sex hatte.

Wie werden Feigwarzen behandelt?

Auch wenn das Krebsrisiko gering ist, sollten bestehende Feigwarzen unbedingt entfernt und die Knötchen feingeweblich untersucht werden! Zur Behandlung stehen je nach Ort und Ausbreitung der Warzen verschiedene Mittel und Methoden zur Verfügung, z. B. immunstimulierende Cremes, Säurelösungen oder die Entfernung durch Skalpell, Kältetherapie oder Laserbehandlung. Die Therapie ist oft schwierig und langwierig, weil es häufig zu neuen Warzen am alten Ort kommt. Besonders schwer zu behandeln sind Feigwarzen in den Stichkanälen von Schwanzpiercings. Wichtig: Nach jeder Behandlung eine Sexpause einlegen, bis alles verheilt ist (oder zumindest den betroffenen Bereich aus dem Sex heraushalten). Bei frischen Wunden ist das Risiko erhöht, sich beim Sex mit HIV oder Hepatitis C anzustecken.

Welche Besonderheiten gibt bei HIV-Positiven

Menschen mit HIV stecken sich leichter mit HPV an und entwickeln deutlich häufiger Feigwarzen, die meist hartnäckiger und schneller wachsen. Manchmal kann bei ihnen auch die Mundhöhle betroffen sein. HIV-Positive haben ein etwa 80-fach erhöhtes Risiko, an Enddarmkrebs zu erkranken, der durch HPV ausgelöst wurde. Da sich dieser Krebs aber meist über Jahre und mehrere Vorstufen entwickelt, stehen die Chancen gut, ein Voranschreiten der Krebserkrankung aufzuhalten. Vorausgesetzt die bösartigen Zellveränderungen werden auch rechtzeitig erkannt. Deshalb sollten sich HIV-Positive mindestens einmal jährlich auf mögliche Krebsvorstufen untersuchen lassen - selbst wenn keine sichtbaren Veränderungen (wie etwa Feigwarzen) zu erkennen sind.

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