Socke & Schuss - Mit herzenslust bis in die Puppen!

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Immer wieder Blasen!
Der Genitalherpes

Was ist Genital-Herpes?

Jeder kennt Lippenherpes – unangenehme Bläschen, die nässen und beim Abheilen unschöne Krusten bilden. Was die Wenigsten wissen: Die „Fieberbläschen“ kann man auch am Schwanz oder am Arsch bekommen. Das tut oft höllisch weh. Ursache der Bläschen-Plage sind so genannte HerpesSimplex-Viren (HSV) von denen mehrere Unterarten bekannt sind. So gilt HSV 1 als klassischer Erreger des Lippenherpes, während die Variante HSV 2 eher „untenrum“ zu finden ist (Genitalherpes). Allerdings ist diese Aufteilung nicht zwingend: Genitalherpes kann auch den Mund und Rachen befallen und wenn sich die Bläschen im Schritt breit machen, lässt sich etwa bei jedem Dritten auch das „Lippenherpes-Virus“ HSV 1 nachweisen. Mehr als 90% der Menschen tragen den Erreger HSV 1 in sich, während sich der Typ 2 nur bei etwa 15% finden lässt.

Wie steckt man sich an?

Besonders ansteckend sind die Bläschen (beziehungsweise die Flüssigkeit darin) und die kraterartigen Geschwüre die beim Abheilen entstehen. Allerdings können die Viren auch über Schleimhautkontakte übertragen werden, - selbst dann, wenn es keine sichtbaren Symptome gibt. Zudem kann die hochansteckende Bläschenflüssigkeit an allem kleben, mit dem man beim Sex in Berührung kommt: An Lippen, Fingern, Schwänzen, Toys, - ja selbst an Kondomen und Gleitgelflaschen.

Wie kann man sich schützen?

Aufgrund der vielfältigen Übertragungswege gibt es keinen wirklichen Schutz vor einer Ansteckung. Wenn Kondome die Bläschen und Krusten komplett abdecken, kann dadurch beim Ficken das Risiko möglicherweise verringert werden. Um das Risiko zu reduzieren, sollte man den Kontakt mit sichtbaren Bläschen und Geschwüren im Genitalbereich meiden. Hat man doch versehentlich hingelangt: Hände waschen und nicht in die Augen fassen (Herpesviren können nämlich auch zu einer Horn-und Bindehautentzündung führen)! Ansonsten gilt: Augen auf beim Sex und möglichst keine Blasen blasen (oder lecken!)

Warum kommen die Bläschen immer wieder?

Die körpereigenen Abwehrkräfte schaffen es nicht, die Viren dauerhaft zu bekämpfen: Herpes ist nicht heilbar. Wenn man sich einmal angesteckt hat, bleiben die Viren für immer im Körper und verstecken sich in den Nervenknoten. Dort schlummern sie vor sich hin, bis sie wieder aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt werden. „Wachküssen“ kann die Herpesviren so ziemlich alles, was die Immunabwehr schwächt. Also beispielsweise jede Art von körperlichem und seelischem Stress, wie Ärger, Ekel, Trauer und Wut oder Überarbeitung und übertriebener Ehrgeiz beim Sport. Aber auch Erkältungen und die UV-Strahlung des Sonnenlichts (oder des „Tuntentoasters“) lassen die Herpesbläschen wieder aufblühen. Meist kündigt sich ein beginnender Herpes durch Brennen, Jucken oder gerötete Haut an.

Wie wird behandelt?

Auch wenn sich die Viren nicht mehr aus dem Körper entfernen lassen, ist ein akuter Genitalherpes meist einfach zu behandeln. Entdeckt man die Bläschen rund um Schwanz oder Arsch, verkürzen virushemmende Medikamente (meist in Form von Tabletten) den Krankheitsverlauf und mildern die Schmerzen. „Selbstbehandlungsversuche“ mit freiverkäuflichen Salben gegen Lippenherpes bringen nichts. Ab zum Arzt!

Was ist mit HIV und Herpes?

Bei einem Genitalherpes ist das Risiko erhöht, sich beim Sex mit HIV zu anzustecken (etwa wenn Sperma auf den offenen Geschwüren landet). Bei HIV-Positiven können die Herpesbläschen und -geschwüre unter Umständen große Mengen an HIV enthalten. Das Risiko, sich anzustecken, ist dann erhöht. Bei HIV-Positiven mit stark geschädigtem Immunsystem kann es zu ungewöhnlich schweren Verläufen kommen z. B. mit großflächigen Ekzemen, Gehirnhaut- oder Gehirnentzündung oder einem Befall von inneren Organen.

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