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Hepatitis A & B - Hepati … was?

Hepatitis ist eine Leberentzündung und kann durch Viren ausgelöst werden, die man sich auch beim Sex einfangen kann. Da unterschiedliche Viren solche Entzündungen auslösen können, hat man die Erreger der Einfachheit halber mit den Buchstaben A bis G gekennzeichnet, wobei A und B die häufigsten Hepatitis-Typen darstellen.

Hepatitis A und B: Häufig und häufig unerkannt!

Oft bleibt eine Hepatitis unbemerkt, manchmal kann man aber auch richtig krank werden - mit Übelkeit und Erbrechen, Bauch- und Gelenkschmerzen, Juckreiz, Fieber und unendlicher Müdigkeit! Eine klassische „Gelbsucht“ (Ikterus), bei der sich die Haut und Augen gelblich verfärben ist ein ziemlich eindeutiger Hinweis auf eine Leberentzündung, kommt aber eher selten vor.

Eine Hepatitis A heilt (im Gegensatz zur B) nach ein paar Wochen immer ohne Spätfolgen aus. Bei der Hepatitis B schafft es das Immunsystem - selbst binnen Wochen und Monaten - nicht immer die Erreger abzuwehren: Die Erkrankung nimmt in 5 bis 10 Prozent der Fälle einen chronischen Verlauf (bei HIV-Positiven häufiger!). Bleibt eine chronische Hepatitis B unbehandelt, kann es zu einem aggressiven Verlauf mit schleichendem Verlust der Leberfunktion, bei langer Dauer auch häufig zu einer Zirrhose (Schrumpfleber) mit unumkehrbaren Leberschäden und/oder Leberzellkrebs kommen.

Wie steckt man sich an?

Beim Sex kann man sich schnell eine Hepatitis A oder B einfangen, denn beide Formen sind unter schwulen Männern stark verbreitet.


Hepatitis-A-Viren werden fäkal-oral übertragen, das heißt, die Erreger werden über den Darm ausgeschieden und müssen wieder in den Magen-Darm-Trakt gelangen. Auf direktem Wege ist das etwa beim Rimming möglich. Häufiger erfolgt die Infektion jedoch über den Umweg einer so genannten Schmierinfektion, beispielsweise wenn die Viren nach dem Hantieren mit dem benutzten Kondom mit der post-koitalen Zigarette in den Mund wandern. Ähnliches gilt für gemeinsam benutzte Dildos oder Gleitmitteltöpfe.

Das Hepatitis-B-Virus ist extrem ansteckend und findet sich nahezu in allen Körperflüssigkeiten, die beim Sex eine Rolle spielen (Sperma, Blut und Urin). Jede Form von Sex ist ansteckend. Da auch der Speichel Viren enthält, birgt selbst harmloses Knutschen möglicherweise schon ein Ansteckungsrisiko. 
Durch Blutkontakte, also beim gemeinsamen Gebrauch von Spritzen, Sniefen von Drogen mit demselben Röhrchen, aber auch bei Hygiene-Pfusch im unprofessionellen Tattoo- und Piercingstudio besteht Ansteckungsgefahr. Selbst durch winzige Blutspuren, etwa bei gemeinsamer Benutzung oder Verwechslung von Zahnbürsten, Rasierzeug oder Ähnlichem, sind Übertragungen möglich.

Die Impfung schützt!

Kondome verringern das Risiko einer Ansteckung nur leidlich. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte daher unbedingt gegen Hepatitis A und B geimpft sein! Diejenigen, die schon mal eine Hepatitis A oder B durchgemacht haben, sind ebenfalls vor einer erneuten Ansteckung geschützt. Ab 1995 zählt die Hepatitis B-Impfung zu den Standard-Impfungen, die bereits im Säuglingsalter vorgenommen werden. Ältere Jahrgänge können sich beim Arzt impfen lassen. Obwohl die ständige Impfkommission die Impfung für „Menschen mit einem Sexualverhalten mit hoher Infektionsgefährdung“ eindeutig empfiehlt, werden schwule Männer immer noch häufig genötigt, die nicht unerheblichen Kosten selber zu tragen.

Für einen vollständigen Impfschutz muss dreimal innerhalb eines halben Jahres geimpft werden. Etwa vier Wochen nach der letzten Impfung wird der Impferfolg mittels Blutprobe kontrolliert (so genannte Titerbestimmung). Spätestens nach zehn Jahren sollte überprüft werden, ob der Impfschutz noch ausreicht oder aufgefrischt werden muss.

Wie lassen sich Hepatitis A und B behandeln?

Für eine akute Hepatitis A und B gibt es keine spezielle Therapie, allenfalls können Medikamente helfen die Beschwerden zu lindern. Bei einer chronischen Hepatitis B können Medikamente eingesetzt werden, um die Virusvermehrung und damit das Fortschreiten der Krankheit zu stoppen oder zumindest zu hemmen. Die Behandlung ist langwierig, mit einigen Nebenwirkungen verbunden und nicht immer erfolgreich.

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